Hunger ist ein organisiertes Verbrechen - Prof. Jean Ziegler

"Hunger ist ein organisiertes Verbrechen" - Prof. Jean Ziegler

Anonymous

1 month
7 Views
Share Download
Want to watch this again later?
Sign in to add this video to a playlist. Login
0 0
Category:
Description:

"Hunger ist ein organisiertes Verbrechen"  - Prof. Jean Ziegler - Der Optimismus des Willens

Fakt ist: 

"Hunger im 21.Jahrhundert ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Lebensmittel stehen jederzeit an jedem Ort der Welt zur Verfügung, wenn auch zu einem hohen Preis. 

Das ist das Fazit eines Symposions an der Harvard-Universität, wo sich vor einiger Zeit namhafte Forscher über das "Phänomen Somalia" gebeugt haben. 

Heutzutage seien Hungersnöte immer von Menschen gemacht, so die Forscher." 

Quelle: 

FAZ (23.2.2012) 

 

"Der Hunger tötet weltweit ungefähr 100.000 Menschen täglich. Kaum jemand spricht über diesen Völkermord, von Abhilfe ganz zu schweigen." 

Prof. Jean Ziegler (Ex-UN - Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung) 

 

Während 20% der Menschheit in den reichen Ländern ca. 80% der Ressourcen verbrauchen, (USA ca. 6% verbrauchen ca. 50% aller Ressourcen) hungern gleichzeitig weltweit mehr als 1 Milliarde Menschen (vielfach Kleinbauern, ohne eigenes Land oder ausreichend bezahlte Lohnarbeit) und es sterben Viele an armutsbedingten Krankheiten... 

 

Weltweit gibt es nicht nur einen großen Nahrungsmittelüberfluss, sondern es werden auch viele Millionen Tonnen Lebensmittel bewusst vernichtet! 

Fakt ist: 

Nach Angaben der FAO könnte die heutige Landwirtschaft kann ca.12 Mrd. Menschen ernähren! 

 

Sie schreiben: „Der dritte Weltkrieg gegen die dritte Welt hat längst begonnen. 54 Millionen Menschen sind 2016 gefallen.“ 

 

Das ist doch polemisch gemeint, oder? 

 

Nein, das ist durch Fakten belegt. Diese Menschen sterben durch Kriege, Hunger, Kindersterblichkeit, durch verseuchtes Wasser oder an sich längst besiegte Epidemien. 

 

Wer konkret führt diesen Krieg? 

 

Wir leben unter der Weltdiktatur des globalisierten Finanzkapitals. 

Die Oligarchie der 500 größten Konzerne kontrolliert 52,8 Prozent des Weltbruttosozialproduktes, also aller in einem Jahr produzierten Reichtümer. 

Das ist eine Machtfülle, wie sie kein König, Kaiser, Papst je hatte. 

 

Die Konzerne entschwinden jeder staatlichen Kontrolle und folgen nur einer Strategie: Profitmaximierung. 

Heute sind in den USA die Milliardäre ja direkt an der Macht. 

 

Ist der Kapitalismus reformierbar? 

 

Glaube ich nicht. 

Die Grundprinzipien sind seit 200 Jahren Konkurrenz, Marktwillkür und Monopolisierung von Macht. 

Dem gegenüber lebt in uns der Wille zu einer ganz anderen Gesellschaft, die nach dem Prinzip organisiert ist: von jedem nach seinen Fähigkeiten, für jeden nach seinen Bedürfnissen." 

Quelle: 

Prof.Jean Ziegler https://kurier.at/wirtschaft/globalisierungskritiker-jean-ziegler-dritter-weltkrieg-laeuft-laengst/254.067.101

 

Armutsländer in der Schuldenfalle

"Aber auch der Zweite Kolonialismus hat sich gelohnt: Obwohl ein Teil der Kredite, die sich bei den ärmsten Ländern, den sogenannten LDCs (least ­developed countries) angesammelt hatten, mehrere Male abgeschrieben wurde, lag die Gesamtsumme, die die Dritte Welt der Ersten Welt schuldete, im Jahr 2000 noch immer bei 1960 Mil­liarden Dollar. 

Die an den Norden zurückfließenden Zinsen werden auf netto 220 Milliarden Dollar jährlich geschätzt.4 

(...)

Die Internationale der korrupten Eliten

Dieses neue Empire hat beeindruckende Dimensionen angenommen. Der Nettozufluss von Geldern aus der Dritten in die Erste Welt liegt heute – vorsichtig geschätzt – bei rund 1000 Mil­liarden Dollar pro Jahr; um die Jahrtausendwende waren es 200 Milliarden.

 

Korrupte Politiker schleusen Geldströme in die globalen Finanzzentren, die das Vierfache der Summen ausmachen, die ihre Länder in Form von Zinsen an die internatio­na­len Banken zahlen. 

(...)

Die globalen Korruptionsnetze sind die schädlichste Folge der Globalisierung. Diesen Schaden können und müssen die entwickelten Industrieländer selbst beheben. 

Der Schlüssel für den Kampf gegen die globale Korrup­tion liegt nicht in korrupten Ländern wie China, Ukraine, Brasilien oder Kongo. Er liegt in Europa und in Großbritannien, dort, wo schon die beiden ersten Formen des Kolonialismus ihren Ausgang nahmen.

(...)

Dieses System zementiert die Überlegenheit des Westens über den Rest der Welt mit Methoden, die besser wirken als alle früheren. Allerdings ist diese neue Art des Kolonialismus für Europa viel gefährlicher als alle anderen Formen der Kontrolle überseeischer Besitzungen, denn in dem Maße, in dem die Verschleierung der Korruption zum täglichen Geschäft von zigtausend Europäern geworden ist, sind auch die europäischen Staaten und ihre Regierungen und Bürokratien korrumpiert."

 

Quelle: 

Der Dritte Kolonialismus von Wladislaw Inosemzew​ und Alexander Lebedew

https://monde-diplomatique.de/artikel/!5350184


Hunger ist ein organisiertes Verbrechen

 

Comments:

Comment
Up Next Autoplay